Kobudō
Kobudo Kwai Deutschland e.V.
Der Kobudō Kwai Deutschland e.V. wurde im Jahre 1983 von dem leider inzwischen verstorbenen Dr. Georg Stiebler gegründet. Der Verband hat sich zur Aufgabe gemacht das historische Kobudō Okinawas zu pflegen und zu verbreiten.
Stiebler hatte schon in den frühen siebziger Jahren das Kobudō in Deutschland etabliert. Durch zahlreiche Publikationen und Veröffentlichungen hat er das Kobudō einer breiten Masse von Kampfsportlern zugänglich gemacht. Aufgrund der daraus resultierenden Nachfrage kam es logischerweise zu der Gründung des Kobudō Kwai Deutschland.
Als eigener Verband konnte man sich intensiv auf die Ausbildung und Schulung von Trainern konzentrieren. Mit Hilfe dieser Trainer, die aus allen Bereichen des Budō-Sport kommen, war es dann letztendlich möglich die Verbreitung von Kobudō in Deutschland voran zu bringen.
Besonders das Karate ist nicht nur historisch mit dem Kobudō verbunden. Man könnte es sogar als eine untrennbare Einheit bezeichnen. So sollte jeder Karateka ein Minimumwissen an Kobudō besitzen, um so das Wesen des Karate besser verstehen zu können. Jeder große Meister im Karate war auch Meister im Kobudō! Eine untrennbare Einheit. In der Vergangenheit, genauso wie in der Gegenwart. Gerade diese Einheit wird noch heute auf Okinawa praktiziert.
Das gilt auch natürlich für Jūdō, Jiu Jitsu und Aikidō ebenso. Verständlicherweise auf einer anderen Ebene.
Innerhalb des KKD lehren wir das Okinawa Kobudō. Einem Stil der direkt auf Shinkan Taira zurück geht. Mit der Besonderheit, dass wir dem Hanbō eine größere Bedeutung einräumen als dies in Okinawa der Fall ist. Zwar ist der Hanbō historisch betrachtet relativ unbedeutend, hat aber in der heutigen Zeit, durch die SV, sehr viel an Bedeutung gewonnen. Seit 1994 steht dem KKD mit Rainer Seibert ein kompetenter Kobudōka als Bundestrainer zur Verfügung. Fast 40 Jahre Erfahrung im Kobudō Bereich sprechen für sich.
Nicht nur durch seine vielfältigen Veröffentlichungen hat er sich in der "Szene" einen Namen gemacht. Auch die Liste seiner Schüler liest sich wie das "who is who" des Kampfsports. Besonders auf internationaler Ebene pflegt der BT die Kontakte zu Kobudōka in aller Welt. Dies spiegelt sich bei den vielen Partnerverbänden in der ganzen Welt wieder.
Das neue Jahrtausend begann gleich mit zwei echten Knallern. Zum einen wurde der KKD von dem Tesshinkan Okinawa Kobudō als offizieller und einziger Vertreter für Europa anerkannt. In diesem Zusammenhang wurde BT Rainer Seibert zu einem persönlichen Training nach Okinawa eingeladen.
Zudem hat man Rainer Seibert als offiziellen Repräsentanten des Tesshinkan für Europa bestellt. Eine große Ehre für den Sportler des KKD. Zusammen mit Frank Pelny und Joachim Pabst hat der Kobudō Kwai Deutschland gleich 3 Prüfer, welche als einzige in ganz Europa Ryū Kyū Tesshinkan bis einschließlich 1. Kyū prüfen dürfen.
Darüber hinaus weilt mehrmals im Jahr der letzte aktive Großmeister des Yamanni Ryū in Deutschland. T. Oshiro Shihan folgt gerne der Einladung des Kobudō Kwai und ist in der Regel BT Seiberts persönlicher Gast.
In dieser Zeit werden einige Gedanken zum Thema Kobudō ausgetauscht und natürlich ausgiebig trainiert. Das Bō Jutsu des Chinen Clan gehört noch heute zu den besten Stilen der Welt und ist die Grundlage vieler moderner Systeme. Leider geriet dieser Bō Stil in Vergessenheit. So sind heute nur noch sehr wenige aktive Meister bekannt. Selbst in Okinawa gilt dieser Stil als "fast" ausgestorben.
Aufgrund des strengen Waffengesetzes in Deutschland können wir nicht alle Waffen des Okinawa Kobudō den interessierten Schülern anbieten. So fallen gleich alle Arten des Nunchaku, der Tekko und alle Versionen von Kettenwaffen durch das Raster und dürfen nicht trainiert werden.
Aus diesem Grund hat man sich auf Hanbō, Bō, Tonfa, Kama und Sai beschränkt. Diese Waffen werden innerhalb des Kobudō als getrennte Themen zu jedem Kyū Grad geprüft.
Als Kobudō Verband bieten wir auch Schulungen zu einzelnen Waffen in Form von Stilarten an. So ist es dem Schüler durchaus möglich nach dem er sich die allgemeinen Grundkenntnisse im Kobudō erworben hat, das ja bekanntlich die Gesamtheit aller Waffen vermittelt, eine einzelne Waffe gezielt zu erlernen. Auch darin eine Meisterschaft zu erlangen.
Aus diesem Grund wurde der Honbu Kai ins Leben gerufen. Eine Gruppe Trainer, deren Aufgabe es ist, besondere Fertigkeiten und Fähigkeiten an einer Waffe in den Dienst der Ausbildung zu stellen. So wurde zu jeder Waffe oder Thema ein sogenannter Stilarten Bundestrainer berufen. Diese werden regelmäßig in zentralen Landes- sowie Bundeslehrgängen geschult. Alle Stilrichtungen des KKD werden von diesen Stilarten BT betreut. So richten die einzelnen Honbu Kai Mitglieder regelmäßig Intensivkurse in den Waffen aus.
Quelle: www.kobudo.de
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