Joriki (定力)

Es gibt zwei Möglichkeiten Jōriki zu übersetzen, ein weltlichen Ansatz und einen Buddhistischen.

 

Die weltliche Übersetzung:

regelmäßig; permanent
Riki Kraft, Stärke f, körperliche Stärke

Also die (körperliche) Kraft, die aus der Regelmäßigkeit erwächst.

 

Die Buddhistische Übersetzung:

Die geistige Vertiefung der feinkörperlichen Sphäre, die durch tiefste meditative Versenkung erreicht wird, wobei alle Sinneswahrnehmungen und geistigen Hemmungen aufgehoben werden
Riki Fähigkeit, übernatürliche Fähigkeit, unterbewusste Kraft

Jōriki ist hier die Fähigkeit, welche durch die tiefste Meditation erlangt wird.

 

 Weitere Stimmen:

„Jōriki ist die Macht oder Stärke, die dann erwächst, wenn der Geist durch Konzentration geeint und in eine Spitze gesammelt ist (Zanshin). Das ist mehr als Konzentrationsfähigkeit im üblichen Sinn des Wortes. Es ist eine dynamische Kraft, die uns, einmal in Bewegung gesetzt, dazu befähigt, in gänzlich unvorhergesehenen Situationen blitzschnell zu handeln, wie es den Gegebenheiten am besten entspricht, ohne erst nachsinnend innezuhalten. Wer Jōriki entwickelt hat, ist nicht länger ein Sklave seiner Leidenschaften, noch ist er der Umwelt preisgegeben. Stets Meister über sich und die Umstände seines Lebens, vermag er sich mit völliger Freiheit und Gelassenheit zu bewegen. Durch Jōriki ist auch die Ausbildung gewisser übernatürlicher Kräfte möglich, wie auch das Eintreten in jenen Zustand, da der Geist gleich klarem, stillem Wasser ist.“

(Philip Kapleau, Die drei Pfeiler des Zen)
 
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