Training

Training

Einführung

Ursprünglich als Shōtōkan Ryū Dōjō gegründet, orientiert sich das Training im Jōriki Dōjō seit 2009 hauptsächlich am Curriculum des Koryū Uchinādi. Das Jōriki Dōjō ist ein von der IRKRS anerkanntes Koryū Uchinādi Dōjō und das Einzige in der Region.

Das Ziel des Trainings ist die eigenen Selbstverteidigungsfähigkeiten mit Hilfe alter und neuer Trainingsmethoden zu stärken und dabei die körperlichen Voraussetzungen und die Gesunderhaltung eines jeden zu berücksichtigen.

Das Training eignet sich nicht nur für Neu- und Wiedereinsteiger, sondern auch für Karateka, die sich trainingstechnisch verändern möchten. Wer eine Ergänzung zu seinem herkömmlichen Training sucht, oder mal eine „andere“ Art des Karate erleben möchte, ist bei uns herzlich gern gesehen. Die Stilrichtung spielt hierbei keine Rolle.

 

„Wir sollten uns auf unsere Gemeinsamkeiten konzentrieren,
nicht auf unsere Unterschiede.“

-Patrick McCarthy

 

Koryū Uchinādi (古流沖縄手)

Koryū Uchinādi bedeutet etwa:

Ko
alt
Ryū
Strömung/Stil
Uchinā
沖縄
Okinawa
Di
Hand, Technik der Hand

Zusammengefasst bedeutet Koryū Uchinādi „alter Stil okinawanischer Hand“ und ist ein von Patrick McCarthy begründeter moderner Kampfkunststil, der sich auf die Ursprünge des Karate beruft. Er basiert auf den in der Provinz Fujian (China), während der Qing-Dynastie (1644 -1911) entwickelten und später unsystematisch nach Okinawa (Uchināguchi: Uchinā) eingeführten Quanfa-Übungen. Diese Techniken haben sich mit den bereits vorhandenen alten Kampfkünsten Okinawas vermischt und wurden schließlich durch die japanische Kultur beeinflusst.

Koryū Uchinādi hat seine Wurzeln vorwiegend in den chinesischen und okinawanischen Kampfkünsten, ist aber stark durch die japanische Kultur geprägt. Es handelt sich um persönliche Interpretationen allgemeiner Prinzipien, nicht um einen fertigen Stil. Koryū Uchinādi verfolgt im wesentlichen zwei Ziele. Zum Einen geht es darum kämpfen und sich verteidigen zu lernen, zum Anderen bietet Koryū Uchinādi einen Weg zum Verstehen von Kata, die oft als das Rätsel des Karate bezeichnet werden, weil sie in formalisierter Darstellung verteidigungsrelevante Prinzipien und Techniken enthalten.

 

Hier einige Impressionen aus dem Koryū Uchinādi:

 

Shōtōkan Ryū (松濤館流)

Shōtōkan Ryū bedeutet etwa:

Shōtō
松濤
Pinienrauschen
Kan
Halle
Ryū
Strömung/Stil

Shōtō war der Künstlername des okinawanischen Lehrers, Dichters und Wegbereiters des „modernen“ Karate Gichin Funakoshi (jap. 船越義珍; * 1868; † 1957).

Die Charakteristik des Shōtōkan Ryū ist nicht leicht zu beschreiben, da es (gerade in letzter Zeit) unterschiedlichste Ausprägungen und Auffassungen gibt.

Gemein hin ist das Shōtōkan Ryū geprägt von eher tiefen Ständen, dynamischen und kraftvollen Techniken auf lange Distanz. Der Gedanke des Ikken Hissatsu (mit einem Schlag töten) ist beim Ausführen der Techniken stets präsent, was sich auch in der Form der Wettkämpfe wiederspiegelt.

 

Mokuroku (目録) – der technische Katalog

Tsuki Waza (突き技) Fausttechniken
Kaishu Waza (開手技) Techniken mit der offenen Hand
Kamae Waza (構え技) Stellungen und Körperhaltungen
Taisabaki (体捌き) Körperbewegung
Heishu Waza Sonstige Arten der Kraftübertragung
Uke Waza (受け技) Techniken des Empfangens
Keri Waza (蹴り技) Tritttechniken
Shime Waza (絞め技) Würgetechniken
Kansetsu Waza (関節技) Hebeltechniken
Ne Waza (寝技) Bodentechniken
Nage Waza (投げ技) Wurftechniken
Kitae (鍛え) Abhärtungsübungen
Tameshiwari (試割り) Bruchtest
Ukemi Waza (受け身) Falltechniken
Kakiē (カキエ) Klebende Hände
Kata (型) Form(en)
Bunkai / Ōyō (分解/応用) Analyse und Anwendung v. Kata-Techniken
Kobudō (古武道) Waffentechniken
Kumite (組手) Kampfübungen
Tegumi (手組) Koryū Uchinādi-Version des „okinawanischen Grapplings“

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