Kama

Die Sichel(n)

Vor ca. 700 Jahren begann die Verwendung von Eisen für landwirtschaftliche Geräte auf Okinawa. Zu dieser Zeit wurden aus Japan und China die ersten Waffen eingeführt.

Kama wurden zum ersten Mal als Waffe während des Bauernaufstands im Jahr 1314 während der Drei Reiche gegen einen Herrn der Gyokujo eingesetzt. Durch den Kontakt mit chinesischen Kampfkunsttechniken hat sich das Kama-jutsu bis in unsere Tage weiterentwickelt.

Bei dieser Technik kommen gleichzeitig 2 Sicheln zum Einsatz. Bei einer Variante des Kama-jutsu werden zwei Sicheln mit einer Halterung verbunden (himo, tuki, nichogama). Manchmal wird eine Kama im Gürtel hinter der Hüfte versteckt, um sie gegen den Gegner zu schleudern. Die Kama-Technik ist so effektiv, dass sogar Schwertkämpfer einer Auseinandersetzung mit Experten an dieser Waffe lieber aus dem Weg gingen.

Die Sichel und der Stil bilden einen 90° Winkel. Beim Einsatz von zwei Kama (nicho-gama) kann durch das Kreuzen der beiden Sichelschnittflächen eine „Schere“ geformt werden zum Angriff auf diverse Körperstellen und bis zu deren durchschneiden.

Kama sind die einzigen scharfen Waffen im Kobudō und äußerst gefährlich. Da in alten Zeiten schon zu Beginn mit der scharfen Waffe geübt wurde, war das Training sehr spezifisch aufgebaut und es wurden einfache Techniken immer und immer wieder geübt, bevor schwierigere Kombinationen folgten. Speziell diese Kombinationen sind sehr gefährlich, denn diese sind verwirrend und ungemein schnell. Äußerst schwierig sind hingegen Blocktechniken, denn hierbei besteht immer die Gefahr, dass die Hand, die das Kama hält, getroffen wird.
 
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